Geschichte:
Mit besonderem Stolz können wir unzählige bekannte Kynologen aus den Reihen des Dobermannklubs hervorgehen sehen!
Im Jahr 1913 hat die erste Gründungsversammlung im Kasino in Kagran unter Peter Bernreiter, J. Brödl und Gärtner und gemeldeten 16 Mitgliedern stattgefunden. Der damals „Deutsch Österreichische Dobermannpinscher Klub“ hielt die offizielle 1. Gründungsversammlung am 26.02.1919 ab. 17 Mitglieder aus Wien und 22 aus OÖ waren der Grundstamm. 1. Vorsitzender war Georg Haupt aus Wien. Am 22.02.1921 wurde der Klub bereits „Dobermann Pinscher Klub“ benannt. Einer der heute noch bekannten Beisitzer war Dr. jur. Hauck.
Den Vorsitz vom damaligen D.P.K. übernahm Heiner Schmitz am 07.04.1923. Haupt und Schmitz wechselten den Vorsitz fast jährlich, bis 1926 Dr. E. Hauck übernahm. Im Jänner 1929 wurde unter Leopold Zachs Führung als Zuchtbuchleiter Hr. Kubin eingesetzt. Auch diesen Namen lesen wir dann über Jahrzehnte innerhalb unseres Klubgeschehens.
Immer wieder bekommen wir Unterlagen über Züchter aus Apolda.
Wir bedanken uns mit dieser Festschrift bei Fr. M. Dahncke für diese wertvollen alten Bilder. Die von ihrem Großvater Ernst Hinrichsen mit Selbstauslöser aufgenommenen Bilder sind eine riesige Freude für Dobermannliebhaber. Ihre Großeltern waren große Dobermannfreunde. Das kleine Mädchen ist ihre Mutter Helga Dahncke, geb.Hinrichsen. An Hand ihres Geburtsdatums 15.3.1924 können wir ungefähr das Datum der Aufnahme schätzen. Fr. Dr. Dahncke schreibt weiters, dass der erste Hund ihrer Mutter ein Pinscher ihrer Urgroßmutter war, der nach deren Tod jeden Abend von ihrem Grab geholt werden mußte.
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Groß geworden ist sie mit diesem Dobermann |
Belling von Grönland und Gerlinde von Thüringen, geb. 1898.- 1.Eintrag ins Zuchtbuch! |
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Weiter in der Geschichte über den ÖDK:
Ab 1932 wurde der Vorstand von Dr. Mendelssohn geführt, der uns aus Büchern bestens bekannt ist! Im Jahr 1934 trug sich als 2. Vorsitzender Dr. J. Bodingbauer ein. Dr. vet. J. Bodingbauer legte mit seiner Frau Anita Bodingbauer den Grundstein der wesensfesten Dobermannzucht in Österreich. Zu Beginn 1935 übernahm Dr. Bodingbauer (Züchter „v. d. Scholle“) den Klub.
1937 gründete sich in der Stmk eine Landesgruppe des ÖDPK. Dies ging anfangs nicht konform mit der Wien Leitung! Viel Schriftverkehr diesbezüglich vorliegend. 1938 wurde der ÖDPK (auch zeitweise ADPK genannt) in den „Reichsverband deutscher Kleinzüchter“ eingegliedert. Das damalige Polizeipräsidium beantragt 1939 die Neugruppierung „Ostmärkischer Hundevereine“. Im März 1939 waren wir ein Verein „Landesfachschaft Ostmark für die Dobermannpinscher“. Im April 1942 wurde die Eingliederung in den Reichsverband deutscher Kleintierzüchter in Berlin im Vereinskataster gelöscht.
Ein berührendes Foto, welches um die ganze Welt ging. Wie in der Geschichte vermerkt, wurden und werden Hunde für Einsätze gebraucht. Die Liebe, die sie uns besonders in der Notlage geben ist unvergleichlich.

In den beiden Weltkriegen erreichten vor allem die Sanitätshunde einen gewissen Mythos, galt doch die Bergung verletzter Kameraden, oft unter Einsatz des eigenen Lebens, als besondere Heldentat. Schon vor 1900 wurden Hunde dazu ausgebildet, Verwundete aufzuspüren und den Sanitätssoldaten anzuzeigen. Anfangs wurden die Hunde zum Verbellen oder zum Bringen der Kappe des Verwundeten ausgebildet. Negative Erfahrungen, wie Aufmerksamkeit des Feindes erregen, bzw. Unsicherheit des Hundes, was den zu apportierenden Gegenstand betrifft, führten dazu , dass sich die Methode des „Bringselverweisens“ immer mehr durchsetzte. Dazu wurde dem Hund am Halsband ein „Bringsel“ (z.B. ein Stück Leder) angebunden, das der Hund beim Fund eines Verletzten in den Fang nahm und damit zum Sanitätshundeführer zurückkehrte, um so den Fund anzuzeigen und den Sanitäter entweder an der langen Leine oder frei zum Verwundeten zu führen.
Leider starben viele Vierbeiner am „Feld der Ehre“ den „Heldentod“, das ist daran die traurige Geschichte. Unzählige Hunde retteten jedoch Menschenleben . Unser Dobermann ist durch sein kurzes Fell z.B. bei Lawinensuche nicht so geeignet, wie bei Trümmersuche oder Flächeneinsätze. Ein großes Plus ist auch seine Geschwindigkeit von einem Punkt zum andern zu gelangen. Er gehört zu den schnellsten Gebrauchshunden auf geraden Strecken, darum wurde er gerne als Meldehund eingesetzt.
1946 wurde unter Konrad und Berta Worall, Kubin, Sejka und Bezdicek ein provisorischer Vereinsvorstand des „Öst.Dobermannpinscherklubs“ gegründet. Kubin übernahm 1949 wieder den Klub. Sitz war durchgehend immer Wien. Steiermark und Kärnten wurden nicht genehmigt. Ab 1954 arbeiteten wieder Kubin, Anita und Dr.J.Bodingbauer sowie DI Otto Hauk im Vorstand unter Worall mit.
1955 wurde der Klub auf „Österreichischer Dobermann-Klub“ umbenannt. Nach kurzer Führung ab 1956 von Attilio Vaselli übernahm Dr. jur. Straube 1961 den Klub mit Zuchtwart DI Hauk. Hier trat Ed. Stift in den Beisitz, der enormen Einsatz in der Kynologie bis zum letzten Lebenstag als Richter, Züchter und langjähriger Schnauzerpräsident vollbrachte. DI Otto Hauk verstarb in den 80erJahren am Show-Ring in Tulln, er lebte für unseren Dobermann! 1965 übernahm Prof. Dr. Bodingbauer den Klub. Mit A. Ringer DiplKfm. Paul , Denner, Stift, Kubin saßen u.a. heute noch bekannte und fanatische Dobermannfreunde im Vorstand.
Der langjährige ÖKV Präsident Karl P. Reisinger war vor der Amtsübernahme von Josef Mühle-Krinninger viele Jahre ÖDK-Präsident. Wolfgang Freyer übernahm mit einem neuen jungen Vorstand nicht nur die Wiener OG, sondern in den 90er Jahren auch den Hauptklub. Inge Eberstaller wurde in einer schwierigen Zeit ab Beginn 2000 nach knapp zehnjährigem Vizepräsidentenamt und auch Hauptzuchtwart-Amt als Präsidentin gewählt. Größere finanzielle Verluste wurden innerhalb weniger Jahre mit einem neuen starken Team ausgeglichen. Erfolge in Show und Sport warben international für den ÖDK. Die höchste Leistung war der Vize-Weltmeister-Titel bei der Dobermannweltmeisterschaft 2008 in der Mannschaft!
Inge Eberstaller, 2025
Leider ergab das gesetzlich vorgeschriebene Kupierverbot und für ab 01.01.2008 geworfene Hunde auch mit Ausstellungsverbot in Österreich belegt, einen gewaltigen unabsehbaren Einbruch in Zucht und Mitgliedschaft. Dennoch war bereits im Jahr 2012 wieder ein deutlicher Anstieg der interessierten Dobermannkäufer erkennbar.








